Ich halte Hundeerziehung für sehr wichtig.
Das Zusammenleben mit einem gut erzogenen Hund ist entspannt und einfach.
Gute Erziehung ist ein Sicherheitsfaktor.
Es ist auch keineswegs so, dass es einem Hund lästig wäre, erzogen zu werden. Im Gegenteil Hunde haben viel Spaß daran, wenn man sich mit ihnen beschäftgt.
Moderne Hundeerziehung arbeitet ja mit Belohnung und kaum mit Bestrafung.
Immer wieder liest man, Eurasier wären Hunde, die man nicht erziehen müsste, weil sie alles von selbst richtig machen würden. Genauso liest man aber auch, sie wären Hunde, die man nicht erziehen könnte, weil sie so dickköpfig wären. Beides halte ich unbedingt für falsch. Es gibt keinen Hund, den man nicht erziehen muss. Kein Hund kann sich von selbst in den vielen Situationen, die unser modernes Alltagsleben bereithält, richtig verhalten. Und sollte man an ein dickköpfiges Exemplar Eurasier geraten sein, dann ist das erzieherisch vor allem eine Herausforderung, keinesfalls eine Entschuldigung dafür, die Erziehung zu vernachlässigen.
"Komm", "Hier", "Sitz", "Platz"," Bleib" und "Gehen an der lockeren Leine" bilden die Grundlage, die jeder mit seinem Hund legen sollte. Alles, was man darüberhinaus mit seinem Hund übt, dient der Festigung der Bindung zwischen Hund und Halter und wirkt der Langeweile entgegen. Ein ganz wichtiges Thema ist dabei auch Beschäftigung. Vielleicht ist ein Eurasier nicht für jeden Hundesport gleichermaßen geeignet. Unsere Mica hat z.B. bei Hundefrisbee völlig versagt, sie interessierte sich einfach nicht für das Frisbee. Aber an Agility haben unsere beiden sehr viel Spaß.
Vielleicht ist man nach vielen Jahren Hundeerziehung so weit, dass man seinen Hund allein erziehen kann. Für mich, mit erst vier Jahren Hundeerfahrung, ist der Besuch von Erziehungskursen in einer Hundeschule unbedingt notwendig.
Dort bekomme ich laufend neue Anregungen, Tipps und Korrekturen, ohne die ich nicht vorwärts kommen würde.
(Februar 2010)