Seit vier Jahren haben wir Eurasier, und das kam so:

Ich hatte mir schon lange gewünscht, einen Hund zu haben, aber erst als unsere jüngste Tochter drei Jahre alt war, war unsere Lebenssituation so, dass ich mir wirklich vorstellen konnte, mich um einen Hund zukümmern. Unsere Entscheidung für einen Eurasier war das Ergebnis langer und gründlicher Überlegung. Ich wollte einfach sicher sein, dass es gut klappen würde.

Es sollte ein eher ruhiger Hund sein: In einem Haushalt mit vier Kindern brauchen wir nicht auch noch einen sehr lebhaften Hund.

Es sollte ein Hund sein, der nicht zu große Ansprüche an Beschäftigung stellt. Der Hund sollte nicht zu meinem Lebensinhalt werden, sondern einfach zu unserem Familienalltag dazugehören. 

Es sollte ein Hund sein, der anderen Leuten gegenüber nicht aufdringlich ist.  Ich möchte nicht, dass mein Hund ständig von fremden Menschen fordert, gestreichelt zu werden. Es gibt Menschen, die nicht so sehr die Nähe von Hunden suchen.

Es sollte ein Hund sein, der sich nicht nur an einen Menschen bindet, sondern der zur ganzen Familie gleichermaßen gehört.

Je mehr ich mich damit beschäftigte, desto klarer wurde mir, dass es auf einen Eurasier rauslaufen würde. Das war noch, bevor sie mir vom Aussehen her richtig gefallen haben. Damals störte mich der auf dem Rücken getragene Schwanz und ich befürchtete, das viele Fell könnte sehr pflegeintensiv sein. Inzwischen weiß ich, dass das Fell völlig unkompliziert ist, und ich finde, es gibt keine schöneren Hunde.

Auf der Ausstellung in Stuttgart in November 2004, damals noch auf dem Killesberg, sah ich dann die ersten Eurasier, und ich fand sie wundervoll. Namentlich kann ich mich nur noch an einen Hund erinnern, Aramis vom Eurasierecho, ein prächtiger, hellfalbener Rüde. Ich durfte ihn sogar streicheln, was sich ja nicht jeder Eurasier gefallen läßt.

Direkt auf der Ausstellung fragte ich mich zur Welpenvermittlung durch und wurde an Frau Schanz verwiesen. Nach einer schriftliche Anfrage dauerte es nur ein paar Wochen, bis sie mir mitteilte, dass der A-Wurf von der Mainschleife geboren war und wir eine Hündin davon haben könnten. Mitte Dezember fuhren wir nach Prosselsheim bei Würzburg zur Familie Knorr, und sahen zum ersten Mal Eurasierwelpen. Was war das für eine Freude! Ich würde eine von den beiden dunklen Hündinnen bekommen. Die Zeit bis Mitte Januar wollte nicht vergehen.

Am 15. Januar 2005 fuhren wir nach Prosselsheim, um unsere Hündin abzuholen. Ich war überrascht, wie groß sie schon war.  Für so ein großes, kleines Wesen würde ich jetzt verantwortlich sein. Es war sehr schön, zu erleben, wie schnell unser kleiner Hund sich an uns gebunden hat. Und die erste Zeit mit ihr war wirklich sehr spannend: der erste Besuch in der Welpengruppe, die ersten Ausflüge, der erste Besuch in einer fremden Wohnung mit Teppichboden, der erste Urlaub. Mit der Zeit sind wir so richtig schön selbstverständlich zusammengewachsen.

(Februar 2010)